Dorfchronik

Im Jahr 850 wurde Upstedt erstmals urkundlich erwähnt in einer Aufzählung von Besitzverhältnissen aus dem Kloster Corvey. Der Name Upstedt, "up de Stee" oder "auf der Stätte", weist auf einen Versammlungsplatz, den Thie, hin. Auf diesem Versammlungsplatz steht auch die 1000-jährige Linde. Vermutlich handelt es sich dabei um eine Marienlinde, gepflanzt zur Einführung des Christentums und der Mutter Maria geweiht, da sie in der Nähe der Kirche steht.

Um 1100 wurde die Linde zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In den Jahrhunderten hatte die Linde einiges zu überstehen: Während der Hildesheimer Stiftsfehde 1519 bis 1523 wurde das ganze Dorf niedergebrannt. Im Jahr 1908 hatten spielende Kinder im hohlen Stamm des Baumes trockenes Holz und Stroh angezündet, die Feuerwehr brauchte Stunden, um den Brand zu löschen. 1973 verlor sie bei einem großen Sturm alle Äste, trieb aber im nächsten Jahr schon wieder aus.

Über ein Gründungsdatum der Upstedter Kirche ist nichts bekannt. Die erste Erwähnung betrifft eine gründliche Renovierung im Jahre 1704. Die vorhandenen Jahreszahlen "Erbauet 1755" und "Vermahlet 1784" beziehen sich vermutlich nur auf den Altar.

Im Jahr 1974 verlor Upstedt infolge der Gebiets- und Verwaltungsreform seine Selbstständigkeit und ist seitdem Stadtteil von Bockenem.